jubilo Entwicklungsbegleitung
Karin Eberth
-    Wahrnehmungsförderung
-    Therapie für Legasthenie und Dyskalkulie
-    Motopädagogik und Motogeragogik
 
 
 
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Allgemeines
Was ist Motopädagogik
Motopädagogik ist ein Konzept der Persönlichkeitsbildung über motorische Lernprozesse, d.h. unser Medium ist die Bewegung. Durch die Bewegung erweitern Kinder jeden Alters aber auch Erwachsene ihre Handlungskompetenz. Es geht bei der Motopädagogik nicht um Leistung, sondern das Bewegungsangebot steht immer unter einem persönlichkeitsentwickelndem Aspekt (z.B. Gleichgewichtsschulung, Sozialerfahrung-Gruppenarbeiten, Materialerfahrung, Kreativitätsförderung usw.).

Bewegung und Wahrnehmung sind zentrale Fähigkeiten die das Kind braucht um den Alltag meistern zu können. Durch veränderte Lebenssituationen der heutigen Zeit (z.B. Mobilisierung-Auto) aber auch Info aus 2. Hand (TV, Computer, selbst Bilderbücher) machen Kinder heutzutage meist zu wenig Eigenerfahrungen um sich gesund zu entwickeln.

Kinder brauchen Bewegungserfahrungen, wodurch die Wahrnehmungen (Visuell - Auge, auditiv - Ohren, seriell - Reihenfolge, räumlich - Raumorientierung) geschult werden. Genau dies deckt die Motopädagogik ab. Wir geben Kindern die Möglichkeit sich selbstgewählt zu bewegen. Es werden Aufgaben gestellt und die Kinder finden dazu ihre eigenen Lösungswege nach ihrem jeweiligen Können aber auch nach ihrer Lust.

Immer wieder hört man von den Begriffen Psychomotorik und Motopädagogik?

Der Begriff Motopädagogik (Moto für Motorik) entstand im Zuge der Professionalisierung der Psychomotorik.
Der Unterschied zwischen Motopädagogik und Mototherapie kann durch folgende Grafik dargestellt werden.
Motopädagogische Bewegungsstunden sind demnach sowohl für "gesunde" aber auch eingeschränkt entwickelte Kinder (mit motorischen Störungen oder Wahrnehmungsstörungen wie z.B. Legastheniker) von Nutzen.
Die gesunden Kinder können ihre Entwicklung und Handlungskompetenz erweitern, lernen viel im sozialen Bereich eventuell auch im Umgang mit behinderten Kindern.
Bei eingeschränkt entwickelten Kindern können ihre Entwicklungsdefizite nachgeschult werden.
Motopädagogische Bewegungsstunden fördern das Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein der Kinder.

Motopädagogische Förderung verfolgt damit einerseits das Ziel, über Bewegungserlebnisse zur Stabilisierung der Persönlichkeit beizutragen - also das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken -, andererseits soll jedoch auch eine Bearbeitung motorischer Schwächen und Störungen ermöglicht werden.

Ziel der Motopädagogik ist es, die Eigentätigkeit des Kindes zu fördern, es zum selbstständigen Handeln anzuregen, durch Erfahrungen in der Gruppe zu einer Erweiterung seiner Handlungskompetenz und Kommunikationsfähigkeit beizutragen.